Sparta Uedemerbruch

Es war der 24. Mai 1923, als die Sportabteilung "Sparta" Uedemerbruch zum ersten Mal gegründet wurde. Er wurde eingegliedert in die Deutsche Jugend-Kraft (DJK) und den Kreisverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen in Kleve-Geldern-Süd. Landwirt und Ortsvorsteher Laurenz Haal stellte dem Verein die neben der Kirche gelegene Weide unentgeltlich zur Verfügung. In den Herbstferien 1923 wird die Weide von Arbeitslosen als Fußballplatz hergerichtet. Das erste Freundschaftsspiel trägt man gegen die DJK Winnekendonk aus. Am 21.6.23 ist die erstmalige Teilnahme an einem Bezirkssportfest in Kleve.

1. Vorsitzender des Vereins wird Lehrer Herpers. Der Verein hat 22 Mitglieder in den Sportarten Fußball und Leichtathletik. Die Vereinsfarben sind blau-gelb. Der Gruß lautet "Jugendkraft Heil"

Der Spielbetrieb des Vereins dauert bis 1928. Zu diesem Zeitpunkt schließt sich die Mehrzahl der Spieler dem Tennisclub Uedem an und steht für den Fußball in Uedemerbruch nicht mehr zur Verfügung. Dadurch konnte keine Mannschaft mehr gestellt werden, so dass alle Vereinsaktivitäten ruhten.

Am 30.8.31 erfolgte die Neugründung der DJK Sportabteilung "Sparta Uedemerbruch" durch Rektor Togeretz. Die Farben des Vereins sind schwarz­weiß. Der Fußballplatz wird in der Weide von Tennagels (hinter der heutigen Schreinerei Wellmann-Greven) errichtet. Der Spielbetrieb konnte aber nur bis Anfang 1933 aufrecht erhalten werden.

Nach Beendigung des Krieges im Jahre 1945 schlossen sich die Jugendlichen in Gruppen zusammen, um an den Abenden Spiele durchzuführen. Dabei wurde überwiegend Fußball gespielt. Es bildete sich eine Gruppe in Uedemerbruch und eine weitere in Uedemerfeld, die dann gegeneinander zum Fußballspiel angetreten sind. Die Spiele wurden in den Weiden des Bauern Görtz, halbwegs Uedemerfeld, mit wechselndem Erfolg ausgetragen. Man erkannte bald, dass aus beiden Gruppen aus sportlichen Gründen nur ein Verein entstehen konnte. So wurde im Mai 1946 der FC "Sparta" Uedemerbruch im späteren Vereinslokal Theodor Haal gegründet.

1. Vorsitzender wurde Schneidermeister Johann FaIk. Als Vereinsfarben wurden rot-weiß gewählt. Der Sportplatz wurde in Eigenleistung auf der Weide des Bauern Haal errichtet. Nach dem Krieg erlebte der Verein eine schwierige Zeit. Große Sorgen bereitete die Instandhaltung des Platzes, die Anschaffung der erforderlichen Ausrüstungen und das Bereitstellen von Umkleideräumen. Die Mannschaften wurden in den Spielbetrieb des jetzigen Fußballkreises 8 Kleve-Geldern einbezogen. Der Verein stellte eine 1. und eine 2. Mannschaft, sowie eine Jugendmannschaft. Die 1. Mannschaft spielte in der 2. Kreisklasse, die 2. Mannschaft spielte in der Gruppe der Reservemannschaften. In einer Gruppe für gemischte Mannschaften spielte die Jugendmannschaft. Die Leistungsstärke der Mannschaft profitierte von Spielern aus der Stadt, die nach dem Krieg zunächst noch hier in der Gegend wohnten oder auch wegen der sehr schlechten Ernährungslage bei den Bauern arbeiteten.

Aufstiegsmannschaft in die 1. Kreisklasse 1949


Oben von links nach rechts: Johann Faik, Heini Haal, Johannes Janßen, Willi Singendonk, Heinrich Hinckers, Paul Janßen, Gerd Langenberg, Hans Scholten
Unten von links nach rechts: Theo Fehlemann, Heinrich Kerkmann, Sepp Reichel, Hermann Haal, Willi Janßen

Aufstiegsmannschaft in die 1. Kreisklasse 1954


Oben von links nach rechts: Heinrich Drissen, Hans FaIk, Josef Swenne, Karl Scholten, Uli Krüger, Walter Esser
Unten von links nach rechts: Willi Singendonk, Helmut van Thiel, Manfred  Kleinkemm, Friedel van den Heuvel, Rolf Zeuner

Je mehr sich das Leben normalisierte, desto schwieriger wurde es für den Verein in sportlicher und in finanzieller Hinsicht. Die Ortschaft Uedemerbruch war einfach zu klein. Die Spieler selbst knüpften Kontakte mit dem Nachbarverein in Labbeck. Man war bestrebt eine Fusion der Vereine herbeizuführen. In den Generalversammlungen der beiden Vereine wurden die entsprechenden Anträge gestellt. Am 23. Mai 1969 wurde nach gründlicher Aussprache der Fusion mit dem Sportverein DJK BV Labbeck zugestimmt.
Quelle: Jubiläumsschrift

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